Das Leitbild beschreibt die Grundlagen des Handelns, das Miteinander der gemeinsamen Tätigkeiten im Museum. Daher sollen sich alle Mitarbeitenden im DARINGER Kunstmuseum Aspach mit den im Leitbild formulierten Aussagen identifizieren können und sich aktiv an deren Umsetzung beteiligen.

Da die Anforderungen, welche an ein Museum gestellt werden, beständigem Wandel unterliegen, wird dieses Leitbild in regelmäßigen Abständen einer kritischen Reflexion unterzogen.

 

Themen, Betreiber, Zweck
 

In seinem Testament bestimmte der Bildhauer Mag. Manfred Daringer die Marktgemeinde Aspach zur alleinigen Erbin seines Besitzes. Damit verbunden war zudem der Auftrag, eine Stiftung einzurichten. Die Manfred Daringer Privatstiftung initiierte die Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Museums in Aspach, welches die gesamte Künstlerfamilie Daringer vorstellt, sich im Schwerpunkt aber den Werken des ortsansässigen Bildhauers Manfred Daringer (1942-2009) widmet. Außerdem besteht eine Besichtigungsmöglichkeit der Werkstätten und Ateliers.

Der sogenannte DARINGER „Lebensweg der Kunst“ verbindet mehrere Skulpturen und Kunstwerke der Familie Daringer an öffentlichen Plätzen in der Marktgemeinde Aspach und lässt sich auch außerhalb der Museumsöffnungszeiten begehen.

 

Wesentliches Ziel des DARINGER Kunstmuseums ist es, Kunst und Kultur am Land möglichst vielen Menschen (touristischen Gästen, Einheimischen, Schulen, etc.) zugänglich und begreifbar zu machen. „Dem Leben über Kunst begegnen“, so lautet das Motto des Museums.

Gemeinsam wird das weitertragen, was die einheimische Künstlerfamilie Daringer geschaffen hat. Das beinhaltet nicht nur die hinterlassenen Kunstwerke, sondern auch die Vermittlung von Werten bzw. Emotionen in Bezug auf die Objekte.

 

Das DARINGER Kunstmuseum hat auch eine wirtschaftliche Bedeutung für den Ort und die Region. Für die Gäste der Aspacher Gesundheitseinrichtungen und Tourismusbetriebe (jährlich ca. 90.000 Nächtigungen) stellt das DARINGER Kunstmuseum ein außergewöhnliches Zusatzangebot dar.  Aber auch für Einheimische wird eine Führung durch die DARINGER Kunst immer wieder zu einem beeindruckenden und nachhaltigen Erlebnis.

 

 

Museumsprofil
 

Den Schwerpunkt der Sammlung nehmen Skulpturen ein, welche der Bildhauer Mag. Manfred Daringer aus unterschiedlichen Materialien (Holz, Bronze, Metall, Terrakotta, Stein, Marmor, Gips) und zu diversen Themen (menschliche Begegnungen, Landschaften, Torsi/ Büsten/ Körper, Religiöses, Symbole) schuf. Die Werkstätten und Ateliers beherbergen zudem zahlreiche Gussformen sowie hunderte Skizzenbücher und grafische Arbeiten.

Darüber hinaus werden auch Werke seiner künstlerischen Vorfahren (Fassbinder und Schnitzer Otto Daringer, sein Vater; Kirchenmaler Kons. Franz Daringer, sein Onkel; Maler Prof. Engelbert Daringer, Manfreds Großonkel) gesammelt, aufbewahrt, gepflegt und der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Gemäß der internationalen Definition eines Museums (ICOM Code of Ethics) wird im DARINGER Kunstmuseum den Museumsaufgaben Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln in vielfältiger Form Rechnung getragen:

 

Sammeln – Der Sammlungsbestand wird entsprechend vorhandener Ressourcen und nach einem festgelegten Sammlungskonzept verwaltet. Ziel dabei ist es, die Bandbreite und Entwicklung des Schaffens der Künstlerfamilie Daringer aufzuzeigen. Der Schwerpunkt liegt auf dem bildhauerischen Werk Manfred Daringers.

 

Bewahren - Um die Sammlungsobjekte für die Zukunft zu sichern, werden diese unter bestmöglichen konservatorischen und sicherheitstechnischen Bedingungen aufbewahrt.

 

Forschen – Um den Bildungs- und Vermittlungsauftrag zu erfüllen, bedarf es der Dokumentation des Sammlungsbestandes sowie der wissenschaftlichen Recherche. Diese Museumsaufgabe soll zukünftig nach Möglichkeit ausgeweitet werden, um die Biografien der älteren Künstlergeneration Daringer weiter zu bearbeiten.

Nach derzeitigem Dafürhalten ist es mittelfristig nicht geplant, eine Fachbibliothek aufzubauen.

 

Ausstellen - In der Dauerausstellung des DARINGER Kunstmuseums wird anhand von Skulpturen, Zeichnungen, persönliche Gegenstände sowie Filmdokumenten ein anschaulicher Überblick über das Schaffen des Wotruba-Schülers Mag. Manfred Daringer gegeben. Sonderausstellungen geben Einblicke zu ausgewählten Themen bzw. präsentieren Objekte aus der umfassenden Sammlung.

Neben Sonder- und Wanderausstellungen sorgen (Gast-)Veranstaltungen wie Workshops, Lesungen, Kabaretts oder Vorträge für ein abwechslungsreiches Angebot, das viele Besuchergruppen ansprechen soll.

 

Vermitteln – Ein Kunstvermittlungsteam organisiert speziell auf Schulklassen ausgerichtete Workshops und Programme, in denen mit kreativen Methoden verschiedene Zugänge zur Kunst geschaffen werden. Durch Gespräche mit externen Partnern (Pädagogen, Kunsthistoriker, etc.) wird stets versucht, neue Vermittlungswege zu finden.

In Zukunft wird angestrebt, Symposien mit bzw. für Künstler anzubieten.

 

Einzigartig im DARINGER Kunstmuseum ist, dass sämtliche Exponate berührt und fotografiert werden dürfen (bis auf wenige, empfindliche Ausnahmen). Lebensgefährten des Bildhauers erklären im Rahmen von Führungen und aktionsorientierten Vermittlungsprogrammen seine aussagekräftigen Skulpturen und setzen diese in Verbindung zu seinen künstlerischen Vorfahren.

 

 

Zielgruppen, Öffentlichkeitsarbeit

Die Angebote des DARINGER Kunstmuseums richten sich in erster Linie an:

- Einheimische,

- touristische Gäste (z.B. Revital Aspach, Kneipp Kurhaus Aspach, Therme Geinberg),

- Kunst- und Kulturinteressierte aus Österreich und dem benachbarten Bayern,

- Führungen und Workshops mit Schulen und

- Ausflugsgruppen (z.B. Vereine).

 

Seit der Eröffnung im Herbst 2013 legt das Museumsteam großen Wert auf die konstruktive Zusammenarbeit mit anderen Museen (z.B. Römer-Erlebnismuseum Altheim, KUNSTHAUS Burg Obernberg, Volkskundehaus Ried im Innkreis), Bildungshäusern (z.B. Sankt Magdalena/Linz, Schloss Puchberg bei Wels), örtlichen oder regionalen bzw. kulturell ausgerichteten Institutionen und Unternehmen (z.B. Kneipp Kurhaus, Revital/Villa Vitalis, Kletzl Wurstparadies, Hartjes Schuhfabrik), Vereinen (z.B. Senioren- u. Pensionistenverbände, Kneippvereine, Katholisches Bildungswerk) und Schulen (z.B. NMS Aspach). Weiters besteht seine sehr gute Kooperation mit dem Tourismusverband s’Innviertel sowie mit der Marktgemeinde Aspach.

In Zukunft möchte man verstärkt auch die Zusammenarbeit mit Universitäten, einzelnen Künstlern oder Künstlergruppen suchen.

 

Ergänzend zu Werbemaßnahmen im Printsektor (Broschüren, Flyer, redaktionelle Zeitungsbeiträge, Inserate, etc.) werden auch die Website des DARINGER Kunstmuseums www.daringer.at sowie der Facebook-Kanal zu Zwecken des Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Nicht zuletzt werden auf diesem Weg immer häufiger jene ersten Eindrücke gesammelt, die ausschlaggebend für einen Museumsbesuch sein können. Daher achtet man vor allem darauf, den Internetauftritt stets mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Es zeigt sich, dass permanente Weiterentwicklung ein wichtiges Credo für die Arbeit im DARINGER Kunstmuseum ist. Um Stillstand zu vermeiden, wird dieses Leitbild in regelmäßigen Abständen evaluiert und gegebenenfalls adaptiert. Die nächste Evaluierung erfolgt voraussichtlich zum Jahresanfang 2018.

 

 

 

Bei der Museumssitzung am 16.03.2017 beschlossen.

 

Stand: 07.03.2017

Autoren: Erika Oberleitner, Engelbert Fellner, Rita Atzwanger

 

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird bezüglich geschlechtsspezifischer Personenbezeichnungen nicht ausdrücklich differenziert. Die gewählte männliche Form schließt eine adäquate weibliche Form gleichberechtigt ein.

LEITBILD

VERANSTALTUNGEN

Sa, 19. und So, 20.10.

je 14 - 18 Uhr

Tage der offenen Ateliers in der Höhnharter Straße 35

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